Review: Donkey Kong Bananza – Viel Charme, aber nicht der ganz große Wurf

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Donkey Kong zählt seit Jahrzehnten zu den prägendsten Figuren im Nintendo-Kosmos, stand zuletzt aber deutlich seltener im Rampenlicht als andere Aushängeschilder des Konzerns. Mit Donkey Kong Bananza will Nintendo das nun ändern und schickt den kultigen Affen in ein neues Abenteuer, das vor allem mit seiner zerstörbaren Umgebung und jeder Menge Collectathon-Flair auffällt. Doch steckt hinter der starken Technik und dem typischen Nintendo-Charme auch ein wirklich großer Plattform-Hit, oder bleibt Bananza am Ende hinter den hohen Erwartungen zurück? Genau das klären wir in unserem Review.

Technik & Zerstörung als größtes Highlight

In Donkey Kong Bananza verschlägt es den berühmten Affen in ein neues Abenteuer, in dem er sich gemeinsam mit Pauline durch eine geheimnisvolle Welt voller Gefahren, verborgener Schätze und ungewöhnlicher Herausforderungen schlägt. Auf dem Weg warten nicht nur zahlreiche Hindernisse und skurrile Gegner, sondern auch besondere Kräfte, mit denen Donkey Kong immer tiefer in die unterschiedlichen Gebiete vordringt. Die Geschichte bleibt dabei bewusst leicht und charmant, dient aber vor allem als Rahmen für die abwechslungsreiche Reise. Denn das Hauptaugenmerk wird diesmal auf etwas ganz anderes gelegt! Das klare Alleinstellungsmerkmal von Donkey Kong Bananza ist die Möglichkeit, große Teile der Umgebung aktiv zu zerlegen. Wände einreißen, sich durch Böden graben und die Spielwelt regelrecht umpflügen zu können, sorgt über weite Strecken für hohen Unterhaltungswert. Diese Mechanik ist nicht bloß ein technischer Gag, sondern sinnvoll in die Spielfigur und das Spielkonzept eingebettet.

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Nichts und niemand ist vor euch sicher

Gerade im Handheld-Modus ist dabei beeindruckend, wie viel Nintendo aus der Hardware herausholt. Natürlich stößt das System an seine Grenzen: Die Physik bleibt vergleichsweise simpel, komplexe Strukturen sind selten und nicht jedes Material vermittelt ein wirklich eigenständiges Gefühl. Trotzdem bleibt die Zerstörung das spannendste Element des Spiels und hebt Bananza spürbar von Genre-Konkurrenten ab. Weniger überzeugend fällt dagegen die Performance im Docked-Modus aus. Vor allem in späteren Abschnitten und bei Bosskämpfen mit vielen Effekten kommt es zu deutlichen Framerate-Einbrüchen, die den Spielfluss spürbar beeinträchtigen. Für ein Nintendo-Spiel dieser Größenordnung ist das eine unangenehme Schwäche.

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Optisch macht man schon einiges her in den zahlreichen Gebieten

Klassisches Plattforming trifft auf Sammelwut

Spielerisch setzt Bananza auf bewährte Nintendo-Kost: springen, klettern, erkunden und vor allem sammeln. Die Welt ist vollgestopft mit Bananen, Fossilien, Gold, Kisten und anderen Belohnungen, die wiederum für Outfits, Farben oder Upgrades eingesetzt werden. Das motiviert anfangs und sorgt für einen konstanten Rhythmus aus Entdecken und Belohntwerden. Mit zunehmender Spielzeit zeigt sich allerdings auch die Kehrseite dieses Ansatzes. Wie schon bei anderen großen Nintendo-Collectathons kippt die Fülle an Sammelobjekten irgendwann in Routine. Geheimnisse fühlen sich seltener besonders an, weil praktisch hinter jeder Ecke bereits die nächste Belohnung wartet. Gerade in der Spielmitte zieht sich Bananza dadurch spürbar und verliert an Dynamik. Positiv hervorzuheben sind die Bonusabschnitte, die immer wieder mit kreativeren Ideen auflockern. Kleinere Rätsel, Side-Scrolling-Einlagen und clever eingesetzte Zerstörungsmechaniken gehören zu den stärksten Momenten des Spiels und zeigen, wie viel mehr Abwechslung insgesamt möglich gewesen wäre.

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Neben Bananen gilt es auch Fossilien zu finden

Gute Ideen, aber nicht immer sauber zu Ende gedacht

Die zerstörbare Umgebung ist spielerisch reizvoll, bringt jedoch auch Probleme mit sich. In den offeneren Zonen lässt sich der vorgesehene Weg teils leicht umgehen, wodurch Cutscenes verpasst oder Bereiche zu früh erreicht werden können. Das ist selten gravierend, vermittelt aber den Eindruck, dass nicht jede Idee konsequent durchdacht wurde.

Hinzu kommen zwei weitere Schwachpunkte: Kamera und Steuerung. Gerade in unterirdischen Passagen oder in hektischen Sprungsequenzen verliert die Kamera mitunter die Übersicht und reagiert unruhig. Auch die Steuerung wirkt stellenweise überladen. Donkey Kong verfügt über viele Moves, die nicht immer so intuitiv auf dem Pad liegen, wie man es von Nintendo erwarten würde. Das führt zwar nicht permanent zu Frust, fällt über ein längeres Abenteuer hinweg aber immer wieder negativ auf. Beim Schwierigkeitsgrad bleibt Bananza dagegen eher zahm. Die ersten Bosse und viele Herausforderungen sind sehr leicht gehalten, während spätere Abschnitte zwar etwas mehr Widerstand leisten, aber nie wirklich fordernd werden. Das sorgt für einen zugänglichen Spielfluss, nimmt dem Spiel aber auch ein Stück Reiz.

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Vor Bossen müsst ihr euch nur selten in Acht nehmen

Präsentation mit Charme, aber ohne ikonische Momente

Audiovisuell ist Donkey Kong Bananza zweifellos charmant, erreicht jedoch nicht durchgehend jenes Niveau, das man mit den stärksten Nintendo-Plattformern verbindet. Der Soundtrack ist stimmig und begleitet das Geschehen ordentlich, liefert aber nur vereinzelt wirklich einprägsame Stücke. Gerade im Vergleich zur musikalischen Klasse früherer Donkey-Kong-Titel fehlt es an echten Höhepunkten. Ähnlich sieht es beim Art-Design aus. Vieles ist sauber, freundlich und funktional gestaltet, aber in den ersten Spielhälften auch etwas zu nüchtern und steinig. Erst in späteren Levels, wenn das Spiel seine Themen stärker zuspitzt und sichtbarer mit der Donkey-Kong-Vergangenheit spielt, gewinnt Bananza deutlich an Charakter. Genau dann wird aber auch klar, dass insgesamt mehr Mut zur Eigenständigkeit oder mehr stilistische Schärfe gutgetan hätten.

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Obwohl Musik ein zentrales Thema ist, viele große Auftritte sucht man vergebens

Wertung

Donkey Kong Bananza ist ein gutes, technisch interessantes und charmantes Nintendo-Spiel, das vor allem durch seine zerstörbare Umgebung aus der Masse heraussticht. Das klassische Plattforming funktioniert, die Bonusabschnitte sorgen für willkommene Kreativmomente und die Produktion wirkt insgesamt sauber und hochwertig. Für den ganz großen Wurf reicht es aber nicht. Dafür wiederholt sich das Grundprinzip speziell in der Mitte zu stark, während Kamera, Steuerung und die schwache Performance im Docked-Modus den Spielspaß unnötig trüben. So bleibt am Ende ein unterhaltsamer Collectathon mit viel Sympathie und solidem Nintendo-Handwerk, dem jedoch das letzte Stück Genialität fehlt, um in dieselbe Liga wie Super Mario Odyssey vorzustoßen.

technisch spannende zerstörbare Umgebung
stimmiges Plattforming-Grundgerüst
kreative Bonusabschnitte
viel Charme und saubere Produktion
im Handheld-Modus technisch beeindruckend

Spielmitte zieht sich spürbar
Kamera und Steuerung nicht immer ideal
Docked-Modus mit deutlichen Performance-Problemen
weniger kreativ und abwechslungsreich als Nintendos beste Genrevertreter

Donkey Kong Bananza ist am 17.Juli 2025 exklusiv für Nintendo Switch 2 erschienen.

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