Review: Star Fox – Eine tierisch spektakuläre Rückkehr zu den Wurzeln!

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Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles für Gerüchte gehört. Nach einer schmerzhaft langen Durstrecke – denn auf der Nintendo Switch suchte man ein eigenes, großes Abenteuer der weltraumerprobten Söldnertruppe vergeblich – schickte Nintendo einen seiner bekanntesten Helden in den vermeintlichen Ruhestand. Umso größer war die Überraschung, als Fox McCloud im mega-erfolgreichen Super Mario Bros. Film einen charmanten Kurzauftritt spendiert bekam. Und nun, nach dem Ausflug auf die Kinoleinwand, kehrt die Truppe endlich auch auf die heimischen Bildschirme zurück! Doch statt das Rad komplett neu zu erfinden, besinnt sich Nintendo auf die absoluten Ursprünge der Reihe. Damals Lylat Wars auf dem Nintendo 64, heute schlicht Star Fox – ein Titel, der nicht weniger als den perfekten Neuanfang einläuten soll. Ob dieser Nostalgie-Trip ins Cockpit des Arwings glückt, erfahrt ihr in unserem Review!


Die Geburtsstunde einer Legende

Schon das cineastisch inszenierte Opening wirft euch direkt mitten ins Geschehen und sorgt augenblicklich für Gänsehaut. Wir erleben den tragischen Abschied von James McCloud, was nicht nur eine perfekte emotionale Brücke zu seinem Sohn Fox schlägt, sondern auch das Fundament für das gesamte Abenteuer legt. Kurz darauf übernimmt Fox das Steuer und wird von General Pepper beauftragt, das bedrohte Lylat-System vor dem bösen Andross zu retten.

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Doch nicht nur das packende Intro ist neu, sondern vor allem die Optik. Weg ist der charmante, aber extrem veraltete Polygon-Look von damals. Stattdessen erstrahlen Fox McCloud, Slippy Toad, Peppy Hare und Falco Lombardi als wunderschön gestaltete, anthropomorphe Tiere, die fantastisch aussehen und vor Details nur so strotzen. Besonders gelungen: Vor jeder einzelnen Mission erwartet euch nun eine liebevoll animierte Zwischensequenz. Darin bespricht die Crew den bevorstehenden Einsatz, neckt sich gegenseitig oder tauscht den ein oder anderen flotten Spruch aus. Die Truppe (mit Ausnahme des erfahrenen Peppy) ist zu diesem Zeitpunkt noch jung, unerfahren und verhält sich auch genau so. Dank der hervorragend besetzten deutschen Synchronisation sprühen diese Szenen nur so vor Persönlichkeit. Man merkt schnell: Hier wird die perfekte Basis geschaffen, um in potenziellen Nachfolgern oder weiteren Remakes nahtlos anzuknüpfen. Doch vorher gilt es, das System zu retten!

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Auf Schienen und im freien Flug

Wer das Original kennt, wird sich auf der Sternenkarte sofort heimisch fühlen. Am bewährten Pfad-System wurde nichts verändert: Ihr bahnt euch euren Weg durch eine festgelegte Anzahl von Planeten bis hin zum großen Finale auf Venom. Dabei gibt es wie gewohnt die normale und die weitaus anspruchsvollere, schwierige Route. Damit Neueinsteiger nicht völlig im Dunkeln tappen, liefert das Spiel diesmal aktive Tipps und Hinweise, damit man die geheimen Abzweigungen nicht zwingend verpasst. Neue Planeten sucht man zwar vergebens, was der Stimmung aber absolut keinen Abbruch tut – weder für Neulinger, noch für Veteranen. Denn das Lylat-System sah einfach noch nie so umwerfend aus – die Immersion im Cockpit stimmt von der ersten Sekunde an.

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Egal ob ihr im pfeilschnellen Arwing durch Asteroidenfelder jagt, im wuchtigen Landmaster-Panzer den Boden umpflügt oder im engen Blue Marine-U-Boot die Tiefen dunkler Gewässer erforscht: Das Gameplay ist wie gewohnt flott und steuert sich besonders mit einem klassischen Controller absolut butterweich. Spielt ihr hingegen im Handheld-Modus, müsst ihr nicht nur mit kleinen optischen Abstrichen leben, sondern bei besonders engen Flugmanövern oder Bosskämpfen auch mit dem einen oder anderen Fingerkrampf rechnen. Die Levels wechseln gekonnt zwischen actionreichen Schlauchpassagen und offenen „All-Range-Mode“-Gebieten, in denen ordentlich geballert wird. Für zusätzlichen Puls sorgt das Auftauchen des rivalisierenden Star Wolf-Teams, das euch gerade auf den höheren Routen alles abverlangt. Die Bosse wurden ebenfalls komplett generalüberholt und glänzen mit ihren herrlich witzigen Funksprüchen. So muss sich Star Fox anfühlen!

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Kurzer Höhenflug mit starkem Nachbrenner

Ein einzelner Spieldurchgang führt euch durch insgesamt sieben Planeten, wobei der Start- und der Zielort immer identisch sind. Mit einer Spielzeit von rund 60 bis 75 Minuten pro Durchgang habt ihr das Lylat-System relativ schnell ein erstes Mal gerettet – weitere folgen bis auch der letzte Planet angesteuert wurde. Doch das ist erst der Anfang, denn der eigentliche Wiederspielwert liegt in den neu eingeführten Herausforderungen. Ihr könnt jeden bereits besuchten Planeten einzeln anwählen und müsst dort spezielle Aufgaben meistern. Diese variieren von „Besiege eine bestimmte Anzahl an Gegnern“ über „Erleide keinen Schaden“ bis hin zu komplexeren Flugmanövern. Wer das auf dem normalen Schwierigkeitsgrad schafft, darf sich an der „Experten“-Stufe versuchen – und die hat es wahrlich in sich!

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Doch warum das Ganze? Ganz einfach: Für jede erfolgreich abgeschlossene Herausforderung schaltet ihr Einträge im sogenannten Holoviewer frei. Dabei handelt es sich um eine extrem detaillierte Ingame-Enzyklopädie, die euch mit spannenden Hintergrundinformationen, Charakterbiografien und Details zu den Planeten und Fraktionen des Lylat-Systems versorgt. Für Komplettionisten und Lore-Fans ist das ein absolutes Fest und ein toller Motivationsfaktor, der zudem fantastisches Worldbuilding für die Zukunft der Reihe betreibt. Wer diesen Adrenalinkick hingegen nicht braucht, kann diesen Modus auch getrost ignorieren, verpasst aber ein kleines Highlight.

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Flugstunden für die ganze Couch

Solltet ihr irgendwann genug vom Solisten-Dasein haben, wartet ein überraschend spaßiger und kurzweiliger Mehrspielermodus auf euch. Entweder im Cockpit von Star Fox oder auf der Seite von Star Wolf duelliert ihr euch mit euren Freunden auf drei unterschiedlichen, speziell für den Multiplayer entworfenen Karten. Der lokale „Schlacht-Modus“ ermöglicht es euch, mit 4 bis zu 8 Spielern gegeneinander anzutreten. Das Beste daran: Dank der cleveren „GameShare“-Funktion muss nur eine einzige Person das Spiel besitzen, damit sich die Konsolen im Raum drahtlos miteinander verbinden können.

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In den drei verschiedenen Arenen stehen euch unterschiedliche Modi zur Verfügung – darunter klassische 2-vs-2-Team-Dogfights, das Erobern und Halten von Zonen oder das actionreiche Stehlen gegnerischer Fracht. Aufgelockert wird das Ganze durch diverse Power-ups wie Schilde und lenkbare Raketen, die auf den Maps verteilt sind. Auch wenn der Umfang des Multiplayers insgesamt recht überschaubar bleibt und nach ein paar Stunden die Luft raus ist, bietet er dennoch eine hervorragende Gelegenheit für ein paar witzige, chaotische Runden mit Freunden auf der Couch.

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Wertung

Mit diesem Remake beweist Nintendo eindrucksvoll, dass die Star Fox-Reihe auch heute noch eine absolute Daseinsberechtigung hat. Die Neuinterpretation des Klassikers fängt den Geist von damals perfekt ein und transportiert ihn dank wunderschöner Optik, grandiosen Charakter-Modellen und einer tollen deutschen Sprachausgabe würdig in die Moderne. Dass das Kernspiel nach gut einer Stunde vorbei ist, mag im ersten Moment abschrecken, doch die unzähligen Herausforderungen, die verschiedenen Routen und der motivierende Holoviewer spornen zu neuen Spieldurchgängen an. Zusammen mit dem charmanten lokalen Mehrspielermodus via GameShare schnürt Nintendo hier ein fantastisches Gesamtpaket, das hoffentlich den Grundstein für viele weitere intergalaktische Abenteuer von Fox und seiner Crew legt. Ein Must-Have für alle Nostalgiker und Action-Fans!

Wunderschöne, zeitgemäße Optik mit fantastischen anthropomorphen Charaktermodellen
Erstklassige deutsche Synchronisation verleiht der jungen Crew extrem viel Charme
Hervorragendes Gameplay im Arwing, Landmaster und Blue Marine
Hoher Wiederspielwert dank knackiger Herausforderungen und dem informativen Holoviewer
Kurzweiliger lokaler Multiplayer für bis zu 8 Spieler mit praktischer GameShare-Funktion

Steuerung im Handheld-Modus kann bei intensiven Gefechten zu Fingerkrämpfen führen
Keine komplett neuen Planeten oder Welten im Vergleich zum Original
Reiner Umfang der Kampagne ist genretypisch sehr kurz ausgefallen

Star Fox ist am 25.Juni 2026 für Nintendo Switch 2 erschienen.

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